Feri: Risiken bei europäischen Anleihen werden deutlich unterschätzt

Nach Einschätzung von Feri-Vorstand Dr. Heinz-Werner Rapp befindet sich das Eurosystem nur scheinbar in der Balance. Gut zwei Jahre nachdem Mario Draghi das vorläufige Ende der Eurokrise mit den Worten „whatever it takes“ eingeleitet hatte, sollten Anleger an den europäischen Anleihemärkten auf abrupt einsetzende Korrekturen vorbereitet sein.

Rapp weist darauf hin, dass der Markt die „wahren Risiken derzeit deutlich unterschätzt“. Nach seiner Auffassung sehen Investoren in Draghis Worten bis heute eine implizite Garantie, nicht nur für den Fortbestand des Euros, sondern auch für die Solvenz der hoch verschuldeten Länder. Doch im Ernstfall seien Zweifel an der Wirksamkeit des Rettungsversprechens angebracht.

Die europäischen Anleihenmärkte hätten sich von der fundamental gerechtfertigten Realität entfernt. Heute herrschten in der Eurozone wieder Zinsniveaus wie in den besten Zeiten vor der Krise. Dies erscheine paradox, da praktisch alle Euroländer seither ihren Schuldenstand kräftig ausgeweitet haben und sich ihre individuelle Bonität meist deutlich verschlechtert habe.

Quelle: Pressemitteilung Feri

Die Feri-Gruppe ist ein Beratungs- und Analyseunternehmen für private und institutionelle Vermögen mit Hauptsitz in Bad Homburg. Seit 2006 gehört das Unternehmen zum MLP-Konzern. Derzeit betreut die Feri-Gruppe zusammen mit MLP eigenen Angaben zufolge rund 24,5 Milliarden Euro Assets unter Verwaltung und Beratung. (DFPA/TH1)

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