Nachhaltige Investmentfonds enttäuschen

Ethisch-ökologische Investmentfonds werden den an sie gestellten Erwartungen oft nicht gerecht. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Projektes „Klimafreundliche Geldanlage“ der Verbraucherzentrale Bremen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest.

Die Untersuchung von 34 Aktienfonds und zwölf Rentenfonds, davon zwei Staatsanleihefonds, ergab, dass 39 von 44 Investmentfonds, die in Unternehmensaktien oder -anleihen investieren, die klimaschädliche Kohle- und Ölindustrie nicht ausschließen. Sieben der nachhaltigen Investmentfonds garantieren nicht, dass kein Geld mit Investitionen in Kriegsgerät wie Panzer oder Waffen verdient wird. Fünf der getesteten Fonds lehnen Kinderarbeit nicht kategorisch ab. Einzig der Aktienfonds „Ökoworld Ökovision Classic C“ meide bei Investitionen alle kontroversen Geschäftsfelder. „Nachhaltig ist nicht gleich nachhaltig“, sagt Ulrike Brendel von der Verbraucherzentrale Bremen. Und weiter:„Wer sein Geld in ethisch-ökologische Fonds stecken will, sollte sich vorab sehr genau informieren.“ Problematisch an dieser Stelle: Von den untersuchten Fonds weisen lediglich 13 Fonds eine hohe oder sehr hohe Transparenz auf. Dagegen kommunizieren 20 Fonds – und damit knapp die Hälfte – die Nachhaltigkeit ihrer Investitionen eher schlecht. (DFPA/JZ1)

Quelle: Studie Verbraucherzentrale Bremen

www.verbraucherzentrale-bremen.de

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