AIF drängen auf den Markt – Altfonds dominieren aber weiterhin das Angebot

Scope Ratings hat in einer Marktanalyse die Gesamtheit der derzeit in der Platzierung befindlichen Geschlossenen Fonds untersucht. Von den insgesamt 55 Fonds erfüllen sechs die neuen gesetzlichen Anforderungen und sind somit Alternative Investmentfonds (AIF) im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB). Die übrigen 49 Fonds wurden noch nach altem Recht aufgelegt. Die Tendenz bei den AIF ist jedoch stark steigend.

Zahlreiche Initiatoren haben Produkte in der Vorbereitung und warten zum Teil nur noch auf die Gestattung durch die Bafin. Scope hat derzeit 21 konkret in Konzeption befindliche Fonds erfasst, davon sind mehr als die Hälfte Immobilienbeteiligungen. Ob die neuen gesetzlichen Regelungen die Qualität der Fonds verbessern werden, ist noch offen. Die an das neue regulatorische Umfeld angepasste Ratingmethodik und die ersten AIF-Ratings wird Scope Ende September veröffentlichen.

Geschlossene Altfonds können aufgrund von Übergangsregelungen weiterhin vertrieben werden. Die größte Gruppe stellen 19 Immobilienfonds gefolgt von elf Energiefonds. Die restlichen Fonds werden zu annähernd gleichen Teilen den Asset-Klassen Private Equity, Portfolio und Exoten zugeordnet.

60 Prozent der Altfonds wurden bereits im Jahr 2012 oder früher aufgelegt und befinden sich entsprechend lange im Vertrieb. Scope Ratings erwartet, dass ein Großteil dieser Fonds das ursprünglich angestrebte Eigenkapital nicht in voller Höhe einsammeln kann.

Quelle: Mitteilung Scope Ratings

Die 2001 gegründete Scope-Unternehmensgruppe ist eine bankenunabhängige Ratingagentur mit Sitz in Berlin. Sie ist auf das Rating von Unternehmen, Anleihen, Fonds und Zertifikaten spezialisiert. Scope Ratings hat eigenen Angaben zufolge seit 2001 über 1.500 Geschlossene Fonds mit einem prospektierten Eigenkapitalvolumen von insgesamt über 65 Milliarden Euro bewertet. (DFPA/TH1)

www.scoperatings.com

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